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3D Druck als Grundlage für Bronzeguss von Medaillon

14.12.2015  | News

Gellert-Medaillon-Vorlage-3D-Druck
Gellert-Medaillon-Vorlage-3D-Druck
Leipzig. Zum 246. Todestag des Dichters Christian Fürchtegott Gellert wurde für die Grabplatte  im Grassimuseum Leipzig das neue Bronzereplikat des verschwundenen Medaillons eingeweiht. Dieses Medaillon wurde auf Basis eines 3D Druck Modells gegossen. Für den Entstehungsprozess waren folgende Schritte maßgeblich:

1. Schritt: 3D Scannen im Gellert-Museum in Hainichen
Um keine beschädigenden oder einfärbenden Abformungen am Original vornehmen zu müssen, wurden für das Replikat aus Bronzeguss zunächst 3D Daten des Medaillons benötigt.
Für die berührungslose und objektschonende Datenerhebung diente ein Gipsabdruck des Originals, der im Gellert-Museum in Hainichen ausgestellt wird. Beim 3D Scannen werden rein optisch 3D Daten über die Streifenlichtprojektion gesammelt.

2. Schritt: 3D Scannen der Grabplatte im Grassimuseum
Die Grabplatte wies eine leicht ovale Form auf und hatte zudem einen ausgemeißelten Rand. Damit das Replikat passgenau auf die Grabplatte angebracht werden konnte, mussten die Höhenunterschiede auf der Rückseite des Replikates mit in die 3D Daten des zu erstellenden Models einbezogen werden. Daher wurde auch die Fassung auf der Grabplatte gescannt auf dem sich das originale Medaillon befunden hatte. Die so erhobenen 3D Daten wurden von den 3D Daten des gescannten Medaillons digital abgezogen.
Durch die Zusammenführung der Daten des Medaillons und der Grabplatte entstand ein passgenaues 3D Computermodell, das als Grundlage für den nachfolgenden 3D Druck diente.

3. Schritt: 3D Druck des Gesamtmodells bei Rapidobject
Für die Fertigung des 3D Druck Modells wurde, für eine hohe Glätte und Genauigkeit, das 3D Druckverfahren Polygrafie gewählt. In diesem Verfahren wurden die einzelnen Schichten mit einer Schichtstärke von 0,016 mm in 24 Stunden aufgebaut. Dabei wurde ein flüssiges Harz tröpfchenweise Schicht für Schicht aufgetragen. Jede Schicht wird in Bruchteilen von Sekunden durch eine UV Lampe ausgehärtet

Das so entstandene Modell aus transparentem Kunststoff bildete die exakte Grundlage für den Bronzeguss. Durch die vorherige digitale Skalierung des Objektes um den Schrumpfungsfaktor, während der 3D Datenbearbeitung, konnte auch einer üblichen Schrumpfung beim Bronzeguss direkt entgegengewirkt werden.

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