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Wandgemälde der Burg Meißen als Tastmodelle für Blinde

29.01.2016  | News

Das Trio ist komplett

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Tastmodelle aus dem 3D Drucker für Blinde für die Burg Meißen
Meißen. Die Übergabe von drei historischen Wandgemälden als 3D-Druck Modelle in der Größe A3 ist für die Integration in die Dauerausstellung in der Albrechtsburg Meißen erfolgt. Als neues Vermittlungsinstrument werden den blinden und sehbehinderten Besuchern der Albrechtsburg ab sofort die historischen Wandgemälde durch 3D Druck Modelle (be-)greifbar gemacht. Die verschiedenen Szenen vom Maler Anton Dietrich, können so allen Menschen zugänglich gemacht werden. Besonderer Wert wurde auf die Detailtreue gelegt. Auf Grundlage von Fotos wurden mithilfe der Blender-Software 3D Daten geschaffen. So entstanden nach und nach die drei Tastmodelle, bei denen Tiefenwirkung und verschiedene Höhenniveaus visualisiert wurden. Auch unstimmige Perspektiven der Originale konnten so ausgeglichen werden.

Die drei Tastmodelle zeigen folgende Szenen:
  • Gründung der Burg Meißen durch Heinrich I. im Jahr 929, Gemälde von 1877
  • Bestürmung der Burg Meißen durch Herzog Mieszko von Polen im Jahr 1015, Gemälde von 1879
  • Einzug Konrads des Großen auf die Burg Meißen im Jahr 1127, Gemälde von 1879
Die Bilder zeigen den vom Kunden gewünschten unterschiedlich starken Detailgrad an.

Mithilfe des 3D Druckverfahrens „Selektives Lasersintern“ wurden die Figuren in Kunststoff (PA2200) gefertigt, um den Museumsbesuchern ein stabiles 3D Modell zu präsentieren. Die einzelnen Figuren wurden anschließend in grellen Farben eingefärbt. Der Blinden- und Sehbehindertenverband Sachsen lieferte hierfür wichtige Hinweise. So wurde in frühen einfarbigen Versionen des Modells deutlich, dass eine Einfärbung bestimmter Inhalte gerade für sehbehinderte Menschen ein enormer Zugewinn ist. Die leuchtenden Farben des 3D Modells sollen durch einen Audioguide unterstützt werden, der während des Ausstellungsbesuches zusätzlich Informationen liefert.

Auch André Brendle vom Landesvorstand des Blinden- und Sehbehindertenverbandes Sachsen e. V., der das 3D Modell vor Ort ertasten durfte, zeigte sich begeistert. „Ein 3D-Modell in dieser Detailfülle und in dieser Qualität kennen wir im Museumsbereich bisher nicht. Der Einsatz des 3D-Druckes ist ein großer Fortschritt gegenüber herkömmlichen Methoden, zweidimensionale Motive dreidimensional darzustellen. Für Blinde und Sehbehinderte ist damit ein ganz hervorragendes Angebot hier auf der Albrechtsburg Meißen geschaffen worden“.

Der Einsatz des 3D Druckes für die barrierefreie Museumsvermittlung durch die SBG ist weltweit einzigartig und beschreibt einen weiteren Fortschritt in der Entwicklung der 3D Druck-Technologie.
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