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Gefrästes 3D Modell des Altarreliefs vom Dom zu Halberstadt

16.08.2013  | News

Rapidobject fräst Nachbildung des einzigartigen Alabasterreliefs aus dem Jahr 1460 als Requisite für die MDR-Filmproduktion „Heimkehr mit Hindernissen“

Altarrelief als 3D Modell | Rapidobject
Altarrelief als 3D Modell | Rapidobject
Für die MDR Dokumentation aus der Reihe „Die Spur der Schätze“ der Sendung „Hier ab Vier“ wurde eine exakte Nachbildung des Altarmittelteils des Dom zu Halberstadt als 3D Modell durch Rapidobject angefertigt. 

Zunächst wurde hierfür das Relief, das um den Mantel Christi streitende Soldaten zeigt, vor Ort im Halberstädter Dom im 3D Scanverfahren mittels eines handgeführten Scanners in Originalgröße (ca. 250 mm x 400 mm x 150 mm) eingescannt. Mithilfe der Datenaufbereitung wurde ein digitales Urmodell erstellt, dass virtuell ausgehöhlt wurde, um mit einer geringen Wandstärke materialsparend zu arbeiten. Anschließend wurde aus einem Modellbaukunststoff, einem sogenannten Sika-Block, durch CNC-Technik ein 3D Modell in Originalgröße gefräst. Die gesamten Dienstleistungen von 3D Scannen, über 3D Datenbearbeitung bis hin zum 3D Fräsen wurden vom Unternehmen Rapidobject durchgeführt.

Das für das originale Altarstück verwendete Material Alabaster ermöglicht eine feine und nuanciert ausgearbeitete Oberfläche. Die herausragende bildhauerische Qualität zeigt sich auch in der Darstellung der verzerrten Gesichter, die Habgier, Zorn und Hinterlist darstellen. Eine exakte Nachbildung ist demzufolge eine Herausforderung und in derartiger Qualität nur durch ein 3D Modell mithilfe von 3D Fräsen möglich gewesen.

Das fertige 3D Modell diente als Requisite für den Film über die Rückkehr des Alabasterreliefs in den Halberstädter Dom. Im zweiten Weltkrieg wurde der Domschatz, darunter auch das Altarrelief, dass den Kalvarienberg mit der Kreuzigung Christi und zahlreichen Begleitfiguren zeigt, aus Angst vor Plünderungen 1944 auseinander gerissen. Die einzelnen historischen Stücke wurden in Halberstadt heimlich verteilt und in Kellern und Scheunen eingelagert. Als der Domschatz im Sommer 1958 seinen Weg zurück in den Dom finden sollte, konnte der mittelalterliche Altar nur unvollständig geborgen werden. Der Mittelteil – das Relief von Kriegsknechten – war verschwunden und somit der aus dem 15. Jahrhundert stammende einzigartige Altar unvollständig. Ein wichtiger Teil des größten Kirchenschatzes Deutschlands wird von nun an vermisst. Wie sich viele Jahre später im Jahr 2000 herausstellte, hatte das Relief Jahrzehnte auf einem Kaminsims gestanden – aus Unwissenheit über dessen Wert. Bei einer Versteigerung wurde der Familienbesitz nach München, später nach New York in privaten Besitz und schließlich für eine horrende Summe mit der Unterstützung des Kultusministeriums des Landes Sachsen-Anhalt und der Kulturstiftung der Länder vom Dom zu Halberstadt zurückgekauft. 
Nach einer Restaurierung kann der vollständige Altar seit 2009 wieder bewundert werden.

Im Film werden der Weg des verschollenen Schatzes und die schwierige Heimkehr des mittelalterlichen Kunstwerkes beschrieben. Für die redaktionelle Leitung der Filmproduktion war Anja Krußig von Werkblende zuständig.



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